Geschlechtskrankheiten – nicht immer auf den Intimbereich beschränkt

Unter einer Geschlechtskrankheit versteht man eine Erkrankung, die hoch ansteckend ist und vorrangig über den Sexualverkehr übertragen wird. Für die Krankheiten können Bakterien, Viren oder Pilze verantwortlich gemacht werden. Während sich einige Geschlechtskrankheiten auf den Intimbereich beschränken, können andere den gesamten Körper befallen.

Welche Arten von Geschlechtskrankheiten sind bekannt?

Aids ist wohl jedem von uns bekannt. Auch Tripper, Chlamydien oder Syphilis kennen viele dem Namen her. Aber auch Hepatitis genitales, Ulcus Molle sowie eine Trichomonaden Infektion, Hepatitis B oder der Humanen Papillomvirus (HPV) zählen zu den Geschlechtskrankheiten.

Weiterhin gibt es mehrere Krankheiten, die durch einen ungeschützten Geschlechtsverkehr begünstigt werden. Dabei handelt es sich um

– Blasenentzündung
– Scheidenpilz
– Krätze
– Hepatitis C
– Bakterielle Vaginose
– Prostatitis
– Balanitis
– Kolpitis
– Proktitis
– Zytomegalie
– Bartholinitis

Ein ungeschützter Geschlechtsverkehr kann also für eine ganze Reihe von gefährlichen und/oder hartnäckigen Erkrankungen verantwortlich sein. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie sich entsprechend schützen. Kondome verhindern nicht nur eine Schwangerschaft, sondern auch, dass die Krankheitserreger an den jeweiligen Sexpartner übertragen werden können. Geschlechtskrankheiten sind weltweit vertreten und nehmen in den letzten Jahren auch in Europa wieder deutlich zu, trotz intensiver Aufklärung. Die Viren, Bakterien oder Pilze befinden sich in den Körperflüssigkeiten wie Sperma, Blut oder Speichel. Sie werden beim Geschlechtsakt übertragen, indem sie in mikroskopisch kleine Haarrisse der Schleimhaut eindringen. Diese kleinen Verletzungen können selbst bei „normalem“ Verkehr auftreten, ohne dass sie bemerkt werden.

Symptome und Behandlungsformen einer Geschlechtskrankheit

Je nach Art der Krankheit und dem jeweiligen Stadium der Erkrankung können die Symptome unterschiedlich ausfallen und sich entweder auf den Intimbereich beschränken, oder am ganzen Körper sichtbare Spuren hinterlassen. Die folgenden Anzeichen sollten immer Grund zur Warnung sein, sofern sie über einen längeren Zeitraum oder wiederholt auftreten:

– Brennen im Intimbereich oder beim Wasserlassen
– Ausfluss
– Juckreiz
– Hautausschlag (an verschiedenen Körperregionen)
– Gliederschmerzen oder Schmerzen im Unterbauch
– Schädigung der Mundschleimhaut
– geschwollene Lymphknoten oder eine Lymphknotenentzündung

Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome kann meist eine Inkubationszeit von bis zu mehreren Wochen liegen, je nach Krankheit. In dieser Zeit ist die betroffene Person bereits infiziert, die Krankheitserreger verbreiten sich im Körper, ohne, dass man es bemerkt. In vielen Fällen kann die Geschlechtskrankheit auch in diesem Stadium bei ungeschütztem Sex weitergegeben werden. Das macht diese Krankheiten so gefährlich.
Geschlechtskrankheiten sind hoch ansteckend und müssen immer medikamentös behandelt werden. Der Gang zum Facharzt ist daher unumgänglich. Wegen ihrer hohen Ansteckungsgefahr sind Geschlechtskrankheiten meldepflichtig. Dies übernimmt der Arzt nach erfolgter Diagnose. Aber keine Angst, Sie werden dadurch nicht wie im Mittelalter an den Pranger gestellt. Ihre sensiblen persönlichen Daten bleiben Außenstehenden natürlich jederzeit verborgen.
Die Behandlung selbst richtet sich dann nach der jeweiligen Erkrankung, ist jedoch dank neuester Forschungen und Medikamenten in der Regel schnell in den Griff zu bekommen. Wenn Sie jedoch die Gefahr einer Ansteckung minimieren möchten, sollten Sie nie auf Safer Sex verzichten. Ihnen und Ihrer Gesundheit zuliebe.

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